Wo bleibst du Trost der ganzen Welt?

Blume Rose (c) Pixabay
Datum:
So. 18. Dez. 2016
Von:
Beate Schmitz

In diesem Wortgottesdienst stellte sich die Frage: „ Wo ist Gott in dieser Welt mit all dem Leid, Krieg, Hunger und Verzweifelung ? Gibt es eine Antwort ??

 

Gedanken zum Gottesdienst…..

Diese Frage drückt die Erfahrung der Menschen durch die Jahrhunderte aus. Seid der Geburt Jesu, seid wir in jedem Jahr die Geburt unseres Erlösers feiern, stellt sich immer wieder neu die Frage: Wo bleibst du Trost der ganzen Welt?

Gehen wir in den Jahrhunderten zurück in das 13. Jahr. In dem die Hl. Elisabeth gelebt hat. Sie war als Prinzessin, die in das Grafenhaus Thüringen eingeheiratet hatte, damals privilegiert und lebte komfortabel auf der Wartburg bei Eisenach.

Aber sie hatte schon früh ein Herz für das Evangelium Jesu. Sie sah in den Zeiten der Not, als die Menschen infolge von Hungersnöten im Elend waren, dass es so nicht weiter gehen konnte. Auch sie fragte sich sicher:Wo bleibst du Trost der ganzen Welt? Siehst du nicht, wie die Menschen hier in Eisenach leiden müssen? Jetzt ist schon das dritte Jahr die Ernte ausgefallen. Die Menschen hungern.

Und sie beantwortete sich gleich selbst ihre Frage:

Unsere Vorratskammern auf der Burg sind gut gefüllt. Uns geht es gut hier oben. Wir brauchen nicht zu hungern und haben mehr, als nötig ist. Ich werde die Vorratskammern öffnen und den Menschen Korn und Brot bringen.  So machte sie sich selbst auf ins Dorf, einen Korb mit Brot dabei. Auf dem Weg begegnete sie dem Verwalter der Burg, der sie barsch fragte: Was hast du dort in deinem Korb?

Ängstlich erwiderte sie: Rosen habe ich im Korb, nur Rosen!

So erzählt es die Legende: Als sie das Tuch zurück schlug, waren lauter Rosen in ihrem Korb. Brot und Rosen, das hatte Elisabeth für die Menschen. So wurde sie selbst zum Trost für die Menschen. Sie wurde selbst zur Antwort auf die Frage: Wo bleibst du Trost der ganzen Welt.

 

Wenn wir nun in unsere Gegenwart reisen, dann ist die Frage: Wo bleibst du Trost der ganzen Welt?  Mehr denn je gerechtfertig. Denn auch heute leidet die Weltbevölkerung unter Hunger und Armut, es sind so viele Menschen auf der Flucht vor Terror und Krieg wie nie.

Wie kann Trost aussehen ? ------ So kann der Trost aussehen:

Christen, die sich im unermüdlichen Dialog zum Frieden im kleinen oder auch im großen einsetzen. Die sich für Menschen die am Rande der Gesellschaft stehen stark machen.  

Sie selbst werden zur Antwort, sie ermöglichen friedliches, ja herzliches Zusammenleben. Ihr Beispiel regt uns an zu sagen:  Wir sind die Antwort auf die Frage – wenn wir Jesus in unser Herz und Leben lassen, dann können wir nicht daneben stehen bleiben. Dann müssen wir selbst die Antwort sein.