Sterbefall

Weg (c) Pixabay

Sehr geehrte Angehörige,

vermutlich sind Sie im Moment in einer sehr schwierigen und für Sie belastenden Lebenssituation: Sie trauern um Ihren Angehörigen und müssen gleichzeitig in kurzer Zeit viele Entscheidungen treffen.

Schon jetzt möchten wir Ihnen auf diesem Wege unsere herzliche Anteilnahme aussprechen und versichern, dass wir Sie, soweit es uns zusteht und wir es können, in diesen Tagen begleiten möchten.

Das Schwerste, was das Leben von uns abverlangen kann, ist der Abschied von einem geliebten Menschen, der uns für immer verlassen hat. Da steht auch unser Herz ungläubig oder fassungslos für einen Augenblick still. Es ist als hätten alle Uhren aufgehört zu schlagen, als wäre eine Türe ins Schloss gefallen, endgültig und unwiderruflich.

Nichts ist mehr, wie es einmal war: Sie haben einen Menschen verloren, der Ihnen vielleicht ans Herz gewachsen ist, müssen Abschied nehmen, loslassen ... Niemand kann den Menschen, der Ihnen soviel bedeutet hat, ersetzen.

Trennung und Abschied, Bilder und Erinnerungen im Rückblick auf den gemeinsamen Weg, Schmerz über den Verlust oder auch Ratlosigkeit und Ohnmacht - solche und ähnliche Gefühle verbinden sich mit Ihrer Trauer. Sie gehören dazu und sie sind ganz verständlich, normal und erlaubt, auch wenn niemand das so empfinden kann wie Sie.

Ja, der Tod eines geliebten Menschen kann auch unsicher, ratlos oder gar hilflos machen. Viele Fragen drängen sich auf, Fragen nach dem Tod, Fragen nach dem Leben:

- Warum mußte sie/er sterben?
- Warum gerade jetzt?
- Was hat das alles für einen Sinn?
- Wie konnte Gott das zulassen?
- Wie geht es jetzt weiter?
- Wo finden wir Trost?

Vielleicht ahnen oder spüren wir, dass der Tod nicht das letzte Wort im Leben eines Menschen sein kann. Es wird doch nicht alles vergebens gewesen sein:

All unsere Liebe, all unsere Freude, all unsere Mühen, alles Gute und Schöne, alles Leid und alles Schwere, all unsere Hoffnungen und Sorgen. All das will weiterleben - nicht nur in unserer Erinnerung.

Wir möchten Ihnen dabei helfen, in guter und würdiger Weise Abschied zu nehmen von Ihrem Verstorbenen.

Vor allen Dingen liegt uns daran, die Begräbnisfeier in einer Weise zu gestalten und zu feiern, die dem Leben des Verstorbenen und Ihnen als Angehörige gerecht wird.

Über die verschiedenen Möglichkeiten der Begräbnisfeier möchten wir Sie nachfolgend informieren. Auf jeden Fall wird derjenige oder diejenige, die den Begräbnisgottesdienst leiten und mit Ihnen feiern wird, in den nächsten Tagen mit Ihnen Kontakt auf nehmen und Sie besuchen.

 

Mögliche Formen einer Trauerfeier

Sie haben die Möglichkeit, aus den folgenden Formen eine Trauerfeier auszuwählen.

Wir möchten Sie ermutigen, eine Entscheidung zu treffen, die dem Anliegen Ihres verstorbenen Angehörigen sowie Ihren Wünschen entspricht.

  1. Eucharistiefeier oder Wort-Gottes-Feier in der Pfarrkirche
    mit vorhergehender oder anschließender Beerdigung auf dem Friedhof
     
  2. Wort-Gottes-Feier in der Friedhofskapelle
    mit anschließender Beerdigung auf dem Friedhof
     
  3. Gedenken im Gemeindegottesdienst
    Darüber hinaus ist es möglich, der Verstorbenen in den Eucharistiefeiern unserer Pfarrgemeinden zu gedenken.
    Die Beerdigung auf dem Friedhof findet dann nach Vereinbarung statt.

Die beiden letztgenannten Formen werden von den für den Beerdigungsdienst von unserem Bischof beauftragten Gemeindemitgliedern oder von einem Priester wahrgenommen.

Sollten Sie vor Ihrer Entscheidung noch Fragen zur Form der Feier haben, sind wir gerne bereit, Ihnen in einem Gespräch weiterzuhelfen. In jedem Fall werden wir von unserer Seite vor der Feier mit Ihnen Kontakt aufnehmen.