Auszeit

Auszeit1 (c) Weggemeinschaft BBB
Do 30. Jul 2020

Mit allem was uns Freude macht, mit allem was uns ärgert und ablenkt, haben wir uns schon unzählige Male in der Kirche zu unseren AUSZEITen versammelt. Wir haben gemeinsam gebetet, gesungen und uns geöffnet für das was Gott uns sagen will.
Und nun gibt es schon eine monatelange Auszeit von unserer AUSZEIT.
Wir alle vermissen diese Begegnungen mit Gott und untereinander, die Gedanken, Gebete und Lieder – vor allem aber vermissen wir die Gemeinschaft, die uns trägt. Wahrscheinlich wird es wohl auch in absehbarer Zeit keine AUSZEIT und kein Frühstück geben. Schade, gerne hätten wir es anders, aber die Vernunft wiegt schwer und muss nun gewinnen, auch wenn das Herz eine andere Sprache spricht.
Die folgende Geschichte (nächste Seite) vom schwarzen Punkt soll Mut machen und Hoffnung schenken.
Denn Menschen, die in der Hoffnung leben, dass das Positive und Gute immer wieder an Stärke gewinnt, sind wie Bäume am Bachufer, die unter grünen Blättern Frucht bringen und deren Spuren nicht im Wind verwehen. Diese Menschen sind in Gottes Hand und können ein Beispiel der Hoffnung für viele sein.
Lassen wir uns also nicht entmutigen. Auch wenn wir derzeit nicht zusammen sein können, sind wir dennoch durch unseren Glauben miteinander verbunden und leben in der Hoffnung das Gott uns trägt. 
„Auch wenn du die Sanduhr stark schüttelst, wird jedes Korn erst dann fallen, wenn es an der Zeit ist. Erzwinge nichts, alles wird zur richtigen Zeit geschehen.“
Mit dieser Weisheit im Gepäck hoffen wir, das unsere gemeinsame AUSZEIT im Spätsommer oder Herbst wieder möglich ist.
In diesem Sinne grüßen wir Sie und Euch ganz herzlich. Passt weiterhin gut auf Euch auf, bleibt gesund und bis wir uns mal wiedersehen halte Gott euch fest in seiner Hand.
Euer AUSZEIT -Team
 

 
Der schwarze Punkt
Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Über-raschungstest vor. Er verteilte so-gleich das Aufgabenblatt, dessen Vorderseite zunächst – wie üblich – nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf, das Blatt zu wenden und mit der Lösung der Aufgabe zu beginnen.
Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt auf der Mitte der Seite – und der Professor erklärte folgendes: „Ich möchte euch bitten, das auf-zuschreiben, was ihr dort seht.“ Die Schüler waren verwirrt, aber be-gannen mit der Arbeit.
Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann, sie laut vorzulesen. Ohne Ausnahme hatten alle Schüler den schwarzen Punkt beschrieben, sei-ne Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier und so weiter.
Der Professor lächelte und sagte: „Ich wollte euch eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder hat sich auf den schwarzen Punkt konzentriert – und das Gleiche ge-schieht in unserem Leben. 
Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken. Unser Leben ist aber ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und so gibt es immer ei-nen Grund zum Freuen: Die Natur, unsere Freunde, unsere Familie, unsere Arbeit. Es gibt Wunder, die wir tagtäglich erleben können. Doch wir sind oft nur auf die dunk-len Flecken konzentriert: auf die gesundheitlichen Probleme, den Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmit-glied, die Enttäuschung mit einem Freund, auf unsere Erwartungshal-tungen und Vieles mehr. Die dunk-len Flecken sind sehr klein im Ver-gleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind es, die unseren Geist beschäftigen und trüben.
Nehmt die schwarzen Punkte wahr, doch richtet eure Aufmerksamkeit stärker auf das gesamte weiße Papier – und damit auf die Möglich-keiten, die euer Leben bietet, auf die glücklichen Momente und teilt diese mit anderen Menschen!
(Internetfund – Autor unbekannt)